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Übersicht der Neuigkeiten


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Weinlexikon A
Mittwoch, 30. Januar 2019
Die Sprache des Weines kennt viele Begriffe, die – zumindest in ihrer fachspezifischen Bedeutung – nicht allen geläufig sind. Die gebräuchlichsten Termini beschreibt und erklärt das Glossar

Ab-Hof-Verkauf
Weinverkauf direkt vom Erzeuger an den Endverbraucher. In Österreich werden ca. 20% des gesamten Weines ab Hof abgesetzt.

abbeeren
Trennen der Beeren von den Stielen

Das Abbeeren
(so der deutsche Ausdruck) bzw. Trennen der Beeren von den Stielen vor dem ressen.

abfüllen
Wein wird in Flaschen gefüllt

Auf die Flasche ziehen.
Wein wird in Flaschen gefüllt (in der Regel mittels Kaltsterilverfahren).

Abgang
Der letzte Geschmackseindruck eines Weines
Der letzte Geschmackseindruck eines Weines, auch Nachgeschmack bzw. Persistance.

abgebaut
Der Wein hat seinen Höhepunkt bereits überschritten, wirkt nicht mehr frisch, beginnt zu altern oder hat Säure abgebaut.

abgerundet
Rund; der Wein schmeckt harmonisch

absetzen
Der Jungwein wird vom Geläger getrennt. Das Abziehen des geklärten Weines aus einem Tank bzw. Fass vom Geläger. Der Wein wird dadurch von den Trubstoffen (grobe Hefe) befreit.

Abstich
Das Abziehen des geklärten Weines aus einem Tank bzw. Fass vom Geläger.
Der Wein wird dadurch von den Trubstoffen (grobe Hefe) befreit.

abstoppen
Unterbrechen der Gärung, um natürlichen Restzucker zu erhalten.

abziehen
Der Jungwein wird vom Geläger getrennt.

Acetaldehyd
Chemische Verbindung aus der Gruppe der Aldehyde
Verantwortlich für Weinfehler wie Oxidation, Nachgärung oder Acetonton.

Aceton
Weinfehler, erinnert an Nagellackentferner

Achte(r)l
0,125 Liter Wein im Glas
Im Stehen zu sich genommen heißt es "Steh-Achte(r)l", wenn man gehen will und sich doch noch nicht losreißen kann: "Flucht-Achte(r)l".

adstringierend
Zusammenziehend, austrocknender bzw. pelziger Geschmack, der durch die Tannine (Gerbstoffe) des Rotweins entsteht.

aggressiv
Beißend, hart und scharf
Meist durch Säure und Tannin hervorgerufen.

Agraffe
Kleiner Drahtkorb
Kleiner Drahtkorb, mit dem der Korken einer Sektflasche gesichert ist; auch Muselet genannt.

Aldehyd
Sherry-Ton
Oxidativer Geruch und Geschmack. Chemische Verbindung aus der Gruppe der Aldehyde; verantwortlich für Weinfehler wie Oxidation, Nachgärung oder Acetonton.

Alkohol
Bezeichnung für Äthanol
Umgangssprachliche Bezeichnung für Äthanol. Im Lauf der Gärung wird der Zucker ganz oder teilweise in Alkohol umgewandelt. Wir unterscheiden vorhandenen Alkohol (am Etikett auf der Flasche zu lesen), potentieller Alkohol (entsteht theoretisch durch Vergären des Restzuckers) sowie Gesamtalkohol (Summe aus vorhandenem und potentiellem Alkohol).

alkoholfreier Wein
Wein ohne Alkohol
Wein dem der Alkohol nach abgeschlossener Gärung wieder entzogen wurde.

alkoholisch
brandig
Brandig, breit, scharfer Geschmack; eher negativ.

Allier
Eichenholz
Meist verwendetes Eichenholz für die Verwendung von Barriques, benannt nach einem Fluss und Departement in Mittelfrankreich.

Alte Reben
Rebbestand älter als 40 Jahre
Oft am Etikett für Weine aus altem Rebbestand; weniger Ertrag bringt meist höhere Qualität.

Alte Welt
Bezeichnung für die Weinbauländer Europas
Sammelbezeichnung für die Weinbauländer Europas inkl. Mittelmeerbecken, Naher Osten und Nordafrika. Wird als Abgrenzung zu den Überseeländern (ehemalige Kolonien) verwendet, die als Neue Welt bezeichnet werden.

Alterstöne
Juchten- bzw. Petrolton, auch als Firn, Altl oder Tertiärbukett bezeichnet.

Altl
Reifegeschmack
Ausdruck für Alters- oder Reifegeschmack (Firn); meist positive Bezeichnung für einen in Ehren gereiften Wein.

Altwein
älterer Jahrgang
Sobald nach Martini am 11.11. der Heurige angeboten wird, heißt der vorherige Jahrgang „Alter“ (speziell beim Heurigen/Buschenschank); heutzutage wird diese Abgrenzung nicht mehr so genau genommen.

Amerikanerreben
Rebsorten aus Nord-, Mittel- und Südamerika
Umgangssprachliche Bezeichnung für Rebsorten aus Nord-, Mittel- und Südamerika, die nicht der europäischen Spezies Vitis vinifera angehören; bekannte Sorten sind Isabella, Delaware oder Otello.

Amerikanische Eiche
Umgangssprachliche Bezeichnung für das Holz der amerikanischen Weißeiche; Barriques aus diesem Holz zeichnen sich durch intensiven Geruch und Geschmack sowie Röstaromen (Kokosnuss, Vanille) aus.

Ampelographie
Rebsortenkunde
Wissenschaft von den Rebsorten (Rebsortenkunde)

amtliche Prüfnummer
Sie kennzeichnet österreichischen Qualitäts- und Prädikatswein und wird erst nach einer chemischen Analyse und einer sensorischen Prüfung (durch eine Kostkommission) vergeben; erkennbar am Etikett als Buchstaben-Ziffernkombination (z.B. N 12345/10).

Analyse
Physikalische oder chemische Untersuchung
Physikalische oder chemische Untersuchung zur Feststellung der Weininhaltsstoffe. Jeder österreichische Qualitätswein, der in Verkehr gebracht wird, muss einer chemischen Analyse unterzogen werden.

Anbaugebiete
Deutsche Bezeichnung für Weinbaugebiete

Anreicherung
Zugabe von Rübenzucker
Durch die Zugabe von Rübenzucker (Saccharose) zum Most, wird der Alkoholgehalt des zukünftigen Weines erhöht. Dieser Vorgang wird auch als Anreichern, Aufzuckern bzw. Chaptalisieren bezeichnet. Für österreichischen Qualitätswein ist als erlaubte Obergrenze 3,4 kg Saccharose für 100 l Most bzw. eine Alkoholerhöhung um maximal 2% vol festgelegt.

Aperitif
Getränk vor dem Essen
Sammelbegriff, meist für alkoholische Getränke, die vor dem Essen zur Appetitanregung gereicht werden.

Äpfel-Milchsäure-Gärung
Abbau der Äpfelsäure
Abbau bzw. Umwandlung der Äpfelsäure zu Milchsäure und Kohlendioxyd. Der biologische Säureabbau (BSA) wird auch zweite Gärung oder malolaktische Gärung (kurz Malo) genannt. Man versteht darunter den Abbau bzw. die Umwandlung der Äpfelsäure zu Milchsäure und Kohlendioxid (CO2). Verantwortlich für diesen Prozess sind bestimmte Bakterien. Weine mit BSA sind weicher, runder und auch stabiler. Für junge, fruchtige, pikante Weißweine ist der biologische Säureabbau unerwünscht.

Apfelsäure / Äpfelsäure
organische Säure
Eine der wichtigsten organischen Säuren im Wein, die vor allem in unreifen Trauben vorhanden ist und mit zunehmender Reife abgebaut wird.

Ar
Flächenmaß
100 m2

Aroma
Geruchskomponente
Positive, angenehme Geruchskomponenten, die von der Traubenfrucht herrühren. Die unterschiedlichen Aromakomponenten (blumig, fruchtig, würzig etc. sind im Aromarad aufgelistet. Von Bedeutung sind nicht nur die Geruchseindrücke durch die Nase, sondern auch die retronasale Wahrnehmung durch den Nasen-Rachenraum. Im Englischen wird dieses Zusammenspiel als „flavour“ bezeichnet. Wir unterscheiden Primär-, Sekundär- u. Tertiäraroma; auch Primär-, Sekundär- und Tertiärbukett benannt. Primäraromen sind jene Substanzen, die bereits in der Traube enthalten sind und schon beim Kosten einer Beere mit den Aromen im späteren Wein verglichen werden können. Wir sprechen von weinigen und traubigen Aromen. Dieser Charakter der Traubensorte kann den Duft nach Beeren, Früchten, Blüten oder Blumen aufweisen (z. B. Rosenduft beim Traminer). Unter Sekundäraromen versteht man aromabestimmende Substanzen, die erst durch Traubenverarbeitung, Gärung und Ausbau entstehen. Man kann auch vom Gärbukett sprechen. Dazu gehören erwünschte Aromatisierungen, wie z. B. Röstaromen, Toasting oder Vanille, die vom Barrique in den Wein übergehen, aber auch so manche Weinfehler, wie z. B. Böckser. Die Tertiäraromen oder das Tertiärbukett ist das Lagerbukett und entsteht nach der Gärung erst während der Lagerung, während des Reifeprozesses. Ein typisches Aroma ist hier der Petrolton beim Riesling, ein klassischer Reifeton. Aber auch Weinfehler gehören wieder dazu, deren häufigster der Korkgeschmack ist.

Aromarad
Auflistung aller im Wein vorkommenden Aromen
Systematische Auflistung aller im Wein vorkommenden Aromen:
Fruchtig, blumig, pflanzlich/vegetativ/vegetabil, würzig, karamellisiert, rauchig/gebrannt, Bodentöne, mikrobiologisch.

aromatisch
intensiver Eindruck in der Nase
Intensiver, positiver Eindruck in der Nase und ausgeprägtem Geschmack (z. B. Traminer, Muskateller).

Asche
unbrennbare Bestandteile
Gesamtheit der unbrennbaren Bestandteile des Weins, hauptsächlich Mineralstoffe und Spurenelemente.

Assemblage
Verschnitt
Französische Bezeichnung für Verschnitt

Äthylalkohol
Häufigster Alkohol im Wein
Häufigster im Wein vorkommender Alkohol.

atmen
lüften
Der Wein nimmt durch Öffnen und Schultern der Weinflasche Sauerstoff auf; ein Glas Wein wird ausgegossen, dadurch die Oberfläche in der Flasche vergrößert und der Lufteinfluss intensiviert.

aufbessern
aufzuckern
Durch die Zugabe von Rübenzucker (Saccharose) zum Most, wird der Alkoholgehalt des zukünftigen Weines erhöht. Dieser Vorgang wird auch als Anreichern, Aufzuckern bzw. Chaptalisieren bezeichnet. Für österreichischen Qualitätswein ist als erlaubte Obergrenze 3,4 kg Saccharose für 100 l Most bzw. eine Alkoholerhöhung um maximal 2% vol festgelegt.

auffüllen
Weinbehälter (Fässer und Tanks) müssen regelmäßig aufgefüllt werden, um eine Oxidation zu vermeiden.

aufrühren
Hefe im Fass bewegen
= Bâtonnage: französische Bezeichnung für das Aufrühren der Hefe im Fass.

aufspriten
Zufügen von Alkohol
Bei der Produktion von Fortifieds (gespriteten Weinen) bzw. Likörweinen wird dem Grundprodukt Alkohol zugefügt.

aufzuckern
Zugabe von Rübenzucker
Durch die Zugabe von Rübenzucker (Saccharose) zum Most, wird der Alkoholgehalt des zukünftigen Weines erhöht. Dieser Vorgang wird auch als Anreichern, Aufzuckern bzw. Chaptalisieren bezeichnet. Für österreichischen Qualitätswein ist als erlaubte Obergrenze 3,4 kg Saccharose für 100 l Most bzw. eine Alkoholerhöhung um maximal 2% vol festgelegt.

Auge
Knospe
Knospe des Rebstocks

Ausbau
Lagerungsphase
Ausbau- und Lagerungsphase des Weines nach vollendeter Gärung.

Ausbruch
Prädikatswein
Österreichischer Prädikatswein aus edelfaulen und eingeschrumpften Beeren;
Spezialität aus Rust; lt. österreichischem Weingesetz beträgt das Mindestmostgewicht dafür 30° KMW.

ausdünnen
Ertragsminderung
Zwecks Qualitätssteigerung und Ertragsminimierung wird ein Teil der noch unreifen Trauben abgeschnitten. Dieser Vorgang wird auch als grüne Lese bezeichnet.

ausg'steckt
geöffneter Heuriger
Wenn in Österreich ein Heuriger (eine Buschenschank) geöffnet hat, ist ausg´steckt. Dies wird mit einem Buschen (meist Föhrenzweige) optisch signalisiert.

ausgebaut
trinkreif
Der Wein ist vollkommen entwickelt, trinkreif.

ausgesteckt
geöffneter Heuriger
Wenn in Österreich ein Heuriger (eine Buschenschank) geöffnet hat, ist ausgesteckt. Dies wird mit einem Buschen (meist Föhrenzweige) optisch signalisiert.

ausgewogen / ausgeglichen
harmonisch
Harmonie von Frucht, Süße, Alkohol, Säure und Gerbstoffgehalt.

Auslese
Prädikatswein
Österreichischer Prädikatswein aus vollreifen Trauben; lt. österreichischem Weingesetz beträgt das Mindestmostgewicht dafür 21° KMW.
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Ausstich
Selektion
Österreichische Bezeichnung für Selektion; die besten Fässer werden mittels Stichheber ermittelt. Besondere Berühmtheit erlangte der St. Laurent Ausstich vom Stift Klosterneuburg.

Austrieb
Öffnen der Knospen
Öffnen der Knospen und Bildung erster Blätter im Frühjahr (meist im April).

autochthon
einheimische Rebsorten
Bezeichnung für einheimische Rebsorten, die im Gegensatz zu internationalen Sorten nur regional verbreitet sind, z.B. Rotgipfler und Zierfandler in der Thermenregion, Roter Veltliner am Wagram oder Blauer Wildbacher in der Weststeiermark.

avinieren
Ausspülen des Weinglases
Ein Weinglas wird vor dem Benutzen mit etwas Wein ausgespült, um etwaige Fremdgerüche (Spülmittelrückstände, Schrank- oder Kartongeruch etc.) zu eliminieren.
Alles Gute in 2019
Dienstag, 08. Januar 2019
Wir wünschen allen Steiermarkt-Feinschmecker im neuen Jahr Gesundheit, Glück und viel Genuss sowie die Erfüllung Ihrer Pläne und Hoffnungen.

Wir freuen uns Sie auch weiterhin mit vielen feinen Tropfen und Genüssen verwöhnen zu dürfen !

Ihre
Ilse Stachel
Eine schöne Adventszeit
Donnerstag, 13. Dezember 2018
Wir wünschen allen Steiernarkt Feinschmecker und Freunden eine schöne Adventszeit und viel Spaß beim Stöbern in unserem Shop für eure Liebsten.

Nutzen Sie unseren Geschenk- und Versandservice.
Zuverlässig und stilvoll bis zu Ihnen oder dem Beschenkten nach Hause.

Frohe Weihnachten wünscht Ihnen
Ihre Ilse Stachel

Ihr Getränke und Geschenke Online-Shop.
3. Die Rebsorten
Samstag, 04. August 2018
Kompetenz heimisch und International

International erfolgreiche Sorten wie Riesling, Sauvignon Blanc, Gelber Muskateller, Weißburgunder (Pinot Blanc), Chardonnay, Pinot Noir, Merlot und Cabernet reifen in bestimmten Gebieten und Lagen Österreichs zu eigenständigen Weinen mit Finesse und herkunftstypischem Charakter.

In den letzten Jahren zeigte sich jedoch auch immer häufiger das große Potenzial der alten, österreichischen Rebsorten mit dem Aushängeschild Grüner Veltliner an der Spitze. Er hat sich längst unter den großen Weißweinen der Welt etabliert und wird deshalb auch in anderen Teilen der Welt immer öfter ausgepflanzt.

Indessen entdecken internationale Weinkenner gerade die spannenden Sortenraritäten Zierfandler, Rotgipfler, Roter Veltliner, Neuburger oder Wiener Gemischter Satz, aber auch Österreichs typische Rotweine aus Zweigelt, Blaufränkisch und Sankt Laurent. Zu den echten Terroir-Juwelen zählen auch der roséfarbene steirische Schilcher aus der Sorte Blauer Wildbacher und die edelsüßen Prädikatsweine am Neusiedlersee, insbesondere aus der Sorte Welschriesling .

In Österreich sind 22 weiße und 14 rote Rebsorten für die Produktion von Qualitätswein oder Qualitätswein besonderer Reife und Leseart (Prädikatswein) sowie von Landwein zugelassen. Der Rotweinanteil hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten verdoppelt und macht derzeit ein Drittel der österreichischen Gesamtrebfläche von knapp 46.500 ha aus.

Österreich hat hervorragende Lagen für international bekannte Sorten wie Riesling, Pinot Blanc, Chardonnay, Muskateller, Traminer, Pinot Noir, Merlot, Cabernet Sauvignon und Syrah. Noch wichtiger ist das Portfolio bodenständiger Rebsorten mit dem Grünen Veltliner an der Spitze, der allein fast ein Drittel der Rebfläche ausmacht. Neuburger, Rotgipfler, Zierfandler, Roter Veltliner (weiß), bzw. Zweigelt, Blaufränkisch, St. Laurent und Blauer Wildbacher (rot) werden heute wieder besonders geschätzt.

In der Genetik vieler Sorten tauchen immer wieder Traminer und Heunisch als Eltern auf. Der Traminer, eine der ältesten europäischen Sorten, wurde vermutlich schon in der Antike aus Wildreben selektioniert. Heunisch ist die Bezeichnung einer Sortenfamilie, die möglicherweise durch die Magyaren aus Ungarn nach Österreich gebracht wurde und sich dort schnell verbreitete. Mindestens 75 heute bekannte Sorten haben Heunisch im Stammbaum, zum Beispiel Chardonnay oder Riesling.

In Österreich haben Rebkunde und Rebzüchtung eine lange Tradition. Sie wird getragen vom Lehr- und Forschungszentrum der Höheren Bundeslehranstalt für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg, die im Oktober 2010 ihr 150-jähriges Bestehen feierte. Sie ist damit die älteste Weinbauschule der Welt. Die Abteilung für Rebzüchtung wird von Univ. Doz. Dr. Ferdinand Regner, einem international anerkannten Experten, geleitet. Seine spektakulären Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Weinsortenerkennung mittels DNA-Analyse erregten weltweit Aufsehen.

WEIßWEIN
Für die Produktion österreichischer Qualitätsweißweine sind 22 Rebsorten zugelassen. Darunter findet man viele autochthone Rebsorten (wie z.B. Grüner Veltliner, Zierfandler oder Rotgipfler, die man fast ausschließlich in Österreich antrifft), aber auch eine ganze Reihe bekannter und erfolgreicher internationaler Rebsorten wie Riesling, Sauvignon Blanc oder weiße Burgundersorten. Derzeit sind ca. zwei Drittel der gesamten österreichischen Weingartenfläche mit weißen Rebsorten bestockt.

ROTWEINE
14 rote Rebsorten dürfen in Österreich für die Produktion von Qualitätswein verwendet werden. Die österreichische Weinbaufläche ist zu ca. 1/3 mit Rotweinsorten bepflanzt. Die erfolgreichste österreichische Rotweinsorte ist der Zweigelt, eine österreichische Züchtung. © ÖWM / Oberleitner
2. Das Land
Sonntag, 15. Juli 2018
Das Land
Schöne Landschaften, fordernde Böden.

Österreich ist ein lässiges Land mit einer unvergleichlichen Lebensqualität. Nicht zuletzt dadurch wurde Österreich zu einer weltweit attraktiven Tourismusdestination.

Viele Urlauber erleben Österreich als das gastfreundlichste Land Europas. Das gilt besonders für seine pittoresken Weinbaugebiete, die sich über 46.515 Hektar erstrecken: Die Wachau und die klassischen Gebiete Niederösterreichs links und rechts der Donau; die Steiermark mit ihren spektakulären Hügelketten; das Burgenland mit dem Naturparadies am Neusiedler See; und Wien – die einzige Hauptstadt der Welt mit eigenem Weinbau.

Und genauso einzigartig, wie der Charakter der Gebiete ist, sind auch deren Weine. Dazu tragen neben dem Klima die Böden bei: kristalline Steinterrassen oder massive Löss-Schichten in Niederösterreich, kalkhaltige Böden im Nordburgenland und in der Südsteiermark oder etwa vulkanische Böden im Kamptal und in der südöstlichen Steiermark. So bietet das kleine Weinland Österreich eine große Vielfalt interessanter Weine, denen bei aller Unterschiedlichkeit die Spannung zwischen Reife und Frische gemein ist.

WEINBAUGEBIETE
Aufgrund der klimatisch günstigeren Bedingungen befinden sich die österreichischen Weinbaugebiete vorwiegend im Osten des Landes in den Bundesländern Niederösterreich, Burgenland, Steiermark und Wien. Aber auch in allen anderen Bundesländern (Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg) gibt es Weinanbau in kleinem Ausmaß.

Die Bundesländer Niederösterreich (28.145 ha), Burgenland (13.100 ha) und Steiermark (4.633 ha) sind als eigene Weinbaugebiete definiert, daneben gibt es 16 weitere Weinbaugebiete, inklusive Wien (637 ha), sowie die Region Bergland mit fünf weiteren Weinbaugebieten (Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg).

Niederösterreich - das große Weinland an der Donau
Niederösterreich ist Österreichs größtes Qualitätsweinbaugebiet. Unter seinem Namen vereint sich ein reichhaltiges Potenzial von Weinherkünften und Weinstilen heimischer Weinraritä­ten, aber auch internationaler Rebsorten. Die acht in Niederösterreich beheimateten spezifi­schen Weinbaugebiete, mit klingenden Namen wie der Wachau im Westen bis Carnuntum im Osten, lassen sich grob in drei Klimaräume einteilen: Das Weinviertel im Norden, den Donauraum mit seinen Nebentälern westlich von Wien und das pannonische Niederösterreich im Südosten.

Das große Weinviertel machte 2003 Schlagzeilen, als es sich entschloss, nur mehr seinen Paradewein, den pfeffrigen Grünen Veltliner unter dem Namen Weinviertel zu vermarkten. Seitdem garantiert die Bezeichnung Weinviertel DAC am Etikett pfeffrig-würzige, frische Grüne Veltliner im Glas, ab dem Jahrgang 2009 auch kräftig als Reserve. Die vielfältige Sortenpalette von frischen Weißweinen, fruchtigen Rotweinen und sogar Süßweinspezialitäten aus dem Weinviertel findet man unter der Herkunftsbezeichnung Niederösterreich.

Entlang der Donau, von Melk bis Klosterneuburg, und ihren Nebenflüssen Krems, Traisen und Kamp, findet man herrliche Weinorte aufgefädelt wie an einer Perlenkette. Hier hat sich neben dem Grünen Veltliner auch der Riesling als Flaggschiff positioniert. Diese beiden Rebsorten finden im Kremstal DAC, Kamptal DAC und Traisental DAC ihre typischen Ausprägungen. Die steilen Kristallinhänge der Wachau gehen im östlichen Teil des benachbarten Kremstals in Lössterrassen über, die den Weincharakter zum Teil auch im Traisental, Kamptal und besonders am Wagram prägen, wo neben dem Grünen auch der Rote Veltliner zum Aushängeschild wurde. Im Kamptal, besonders am Heiligenstein, findet man Konglomerate und kalkfreie Böden, die den Weinen einen charakteristischen Hauch verleihen. Spezialitäten wie Weißburgunder, Chardonnay aber auch elegante Rotweine aus diesem Teil Niederösterreichs runden das Bild ab.

Im pannonischen Niederösterreich südlich von Wien wachsen einige der herausragendsten Rotweine Österreichs, wobei in Carnuntum der Zweigelt, in der Thermenregion St. Laurent und Pinot Noir den Ton angeben. Und überall finden sich Spezialitäten: Zierfandler und Rotgipfler um Gumpoldskirchen oder immer stärker der Pinot Noir sowie auch moderne Cuvées.

Niederösterreich, das ist die Vielfalt aus dem weiten Land der großen Weine.

BURGENLAND - Kraftvolle Weine aus dem Land der Sonne
Unter dem Einfluss des kontinental-heißen pannonischen Klimas wachsen im östlichsten Bundesland - dem Burgenland - neben komplexen Weißweinen und außergewöhnlichen Süßweinen mitunter auch die körperreichsten Rotweine Österreichs. Dabei gibt es bei den natürlichen Voraussetzungen nicht zu unterschätzende Unterschiede.

Ganz im Süden beispielsweise bietet der Eisenberg mit seinem speziellen Boden und einem Hauch steirischer Frische im Klima dem Blaufränkisch beste Bedingungen für Rotweine von feinster Mineralik und unvergleichlicher Eleganz. Mit dem Ruster Ausbruch ist auch einer der berühmtesten Süßweine der Welt ein Fixpunkt der regionalen Weinidentität. Auf den schwereren Lehmböden des Mittelburgenlandes und der Rosalia wachsen Blaufränkisch mit besonderer Fruchttiefe und Länge. Im Hügelland westlich des Neusiedlersees kann dazu eine ausgeprägte Mineralnote mit spürbarem Tannin kommen.

Der Ostabhang des Leithagebirges mit seinen Kalk- und Schieferböden ist außerdem ein einzigartiges Terroir für komplexe Weißweine, vor allem Weißburgunder und Chardonnay, aber auch Grüner Veltliner oder für den roten Blaufränkisch. Feine Prädikatsweine wie der legendäre Ruster Ausbruch komplettieren die Dreifaltigkeit der burgenländischen Weinkompetenz.

Östlich des Neusiedlersees dominiert der Blaue Zweigelt mit kraftvollen, saftigen Rotweinen, auch wenn Blaufränkisch und Sankt Laurent ebenfalls hervorragende Ergebnisse liefern. Der Seewinkel im südlichen Teil des Ostens mit seinem speziellen Mikroklima zählt zu den wenigen großen Süßweinhochburgen der Welt. Hier begünstigt die hohe Luftfeuchtigkeit aufgrund der zahlreichen kleinen „Zicklacken“ im Herbst die Bildung der Edelfäule (Botrytis cynerea). Somit können hier regelmäßig große Beeren- und Trockenbeerenauslesen gewonnen werden. Neben einigen anderen Sorten wie Chardonnay, Scheurebe oder Traminer erreicht in dieser Form besonders der Welschriesling höchstes Qualitätsniveau.

Eine der besonderen Qualitäten der burgenländischen Weinwirtschaft ist der Pioniergeist der Winzer. So erreichten in den letzten Jahren auch Weine aus internationalen Rebsorten und kraftvolle Rotwein-Cuvées höchste Anerkennung.

Seit dem ersten herkunftstypischen Wein des Burgenlands, dem Mittelburgenland DAC (mit dem Jahrgang 2005) haben sich bisher auch der Leithaberg DAC und der Eisenberg DAC neu etabliert. Im März 2012 wurde der Neusiedlersee DAC vorgestellt. 2018 schließlich wurde die ehemalige Großlage Rosalia zum fünften DAC-Gebiet im Burgenland.

STEIERMARK - Ein grosses Terroir für Sauvignon & Co.
Es gibt sicherlich Weinbaugebiete, in denen wuchtigere und vor allem alkoholischere Weine wachsen. Aber es gibt auf der ganzen Welt keine frischeren, brillanteren und daher auf elegante Weise herkunftstypischeren Gewächse als im Süden der Steiermark.

Damit sind übrigens alle drei steirischen Weinbaugebiete mit ihren unvergleichlichen Spezialitäten gemeint, die alle mehr oder weniger im Süden des Bundeslandes liegen. Im Westen dieses auch landschaftlich einzigartigen Hügellandes dominiert der Schilcher, jener pikante Rosé, der wohl einer der ausgeprägtesten Terroirweine überhaupt ist. Im Sausal und an der Südsteirischen Weinstraße geben Sauvignon Blanc und Muskateller den Ton an, während südöstlich im Vulkanland Steiermark neben den beiden der Traminer als echtes Juwel für den Kenner funkelt.

Der am weitesten verbreitete steirische Wein, der Welschriesling , hat mit seinem an grüne Äpfel erinnernden Bukett viel mehr Anhänger, als sich so mancher Weinkritiker träumen lässt.Wer körperreichen Wein schätzt, ist mit der Pinot Familie gut beraten. Hier überzeugt der Weißburgunder von kalkreichen Böden mit einem Hauch raffinierter Mineralik. Der Chardonnay, auch Morillon genannt, kann bei aller Frische mitunter schon kräftig ausfallen und wie die besten Grauburgunder (Ruländer, Pinot Gris) auch durch längere Lagerung zulegen.

Der neue Jahrgang wird in der Steiermark traditionell mit dem leichten Junker gefeiert, der Anfang November Premiere hat. Im Frühling kommen die trockenen „Klassik-Weine“ auf den Markt. Auf die großen Lagenweine müssen sich die Weinfreunde in Zukunft länger gedulden. Die steirischen Winzer bauen sie immer langsamer und sorgfältiger aus, damit echte steirische Klasse zur Weltklasse wird.

WIEN - Alte Heurigentradition - neue Weinkultur
Weinbau in der Großstadt? Oft handelt es sich dabei um Schauweingärten als Tourismusattraktion. Doch Wien ist anders. Hier sind 637 Hektar Rebfläche ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor, dienen der Erhaltung des Grüngürtels und sind die Basis für hohe Weinqualität. 2013 wurde die Spezialität Wiens, der "Wiener Gemischte Satz" in die österreichische DAC-Familie aufgenommen und ist seither noch stärker der Inbegriff des Wiener Weins.

Noch im späten Mittelalter standen Reben auch innerhalb der Stadtmauern von Wien bis in den heutigen ersten Bezirk. Heute liegt der Schwerpunkt des Weinbaus in den Vororten am Stadtrand: Die Lagen am Bisamberg nördlich der Donau – bewirtschaftet von Winzern aus Strebersdorf, Stammersdorf und Jedlersdorf – sind günstig für die Burgunderfamilie. Von Ottakring über Hernals hinauf nach Pötzleinsdorf, und vor allem im 19. Gemeindebezirk mit den Ortsteilen Heiligenstadt, Nussdorf, Grinzing, Sievering und Neustift am Walde sind Riesling, Chardonnay und Weißburgunder auf den unterschiedlich kalkreichen Böden bevorzugt. Im Süden Wiens mit Rodaun, Mauer und Oberlaa sind Rendsinen, Braun- und Schwarzerdeböden zu finden, gut für kraftvolle Weißweine und opulente Rotweincuvées. Kaum ein Winzer verzichtet aber auf den traditionellen Gemischten Satz, bei dem im Weingarten verschiedene Rebsorten gemeinsam ausgepflanzt sind, die auch gemeinsam geerntet und zu Wein verarbeitet werden. Wiederentdeckt wurde die Toplage Nussberg, die junge, ideenreiche Winzer aus allen Teilen der Weinstadt – auch Quereinsteiger – beinahe magisch anzieht.

Die Anziehungskraft des Wiener Heurigen besteht bis heute. Ob permanent geöffneter „Nobelheuriger“ mit großem Buffet oder kleine, versteckte Buschenschank mitten in den Weingärten, der nur wenige Wochen im Jahr „ausg‘steckt“ hat – ein wahrer Besuchermagnet sind sie alle, für Einheimische wie für Touristen. Auch anspruchsvolle Weinfreunde kommen hier beim wachsenden Angebot an glasweise ausgeschenkten Topweinen auf ihre Rechnung. Damit Wien die Weingärten auch in Zukunft als Natur- und Kulturlandschaft erhalten bleiben, schreibt ein neues Wiener Landesgesetz zwingend vor, dass Rebflächen in Wien bewirtschaftet werden müssen und schützt somit wertvolle Weinlagen vor Immobilien-Spekulationen.

Erst im letzten Jahrzehnt ist es dem Wiener Wein gelungen, das bloße Heurigenimage abzulegen und den Sprung auf die Weinkarten der Gourmetrestaurants zu schaffen. Kein Wunder, denn Wiener Spitzenwinzer beeindrucken seit Jahren nationale und internationale Verkostungsjurys mit ihren Weinen, seien es herrliche Weißweine aus Grüner Veltliner, Riesling, Chardonnay oder Weißburgunder oder großartige Pinot Noir oder Zweigelt. Vor allem der „Wiener Gemischte Satz“, Paradewein der Stadt, erlangte durch seinen Ursprungsschutz im Jahr 2013 und seine Neuinterpretation visionärer Top-Winzer internationale Anerkennung. Quelle ÖWM
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